So hilft ein Konsumtagebuch beim Ändern des Konsumverhaltens

So hilft ein Konsumtagebuch beim Ändern des Konsumverhaltens

Das Ziel ist, weniger Konsum zu wollen

Minimalismus ist mehr als nur aufräumen. Langfristig möchte ich damit meine Einstellung zum Konsum ändern. Ich möchte wegkommen davon, dass ich nach immer neuen Sachen giere und zufrieden sein mit dem, was ich habe.

Das ist ein langer Weg, denn dieses Streben nach mehr hat sich über Jahre hinweg in mir festgesetzt. Wie fange ich an? Vorhandene Dinge loswerden und so den eigenen Besitz zu reduzieren ist ein erster Schritt, der mir nicht schwer gefallen ist. Es handelt sich ohnehin um Dinge, die nur in den Schränken liegen und die ich nicht benutze.

Der dadurch gewonnene Platz soll nun aber auf keinen Fall wieder mit neuen Sachen gefüllt werden. Es wird aber nicht funktionieren, dass ich mir von heute auf morgen verbiete, neue Sachen zu kaufen. Ich glaube auch nicht, dass das zielführend ist. Ich hätte lieber, dass sich meine Einstellung so ändert, dass ich nichts kaufen will, und ich mir so auch nichts verbieten muss.

Das eigene Konsumverhalten kennen lernen

Als ersten Schritt dahin habe ich mir überlegt, dass ich zunächst mein Konsumverhalten analysieren möchte. Wofür gebe ich eigentlich außerhalb der regelmäßigen Verpflichtungen Geld aus? Und wie bewerte ich diese Käufe mit etwas Abstand?

Für ziemlich viele Probleme lautet die Antwort „Excel“. Oder zumindest Tabelle. Ich habe mir eine Tabelle angelegt und pflege darin ein Konsumtagebuch. Ich trage ein, wann ich was gekauft habe und wieviel es gekostet hat. Rückblickend schaue ich nochmal nach einem und nach drei Monaten auf meine Käufe und bewerte, ob ich mit der Ausgabe zufrieden bin und ob ich sie heute immer noch so tätigen würde. So bekomme ich schnell einen Überblick über mein Konsumverhalten.

Erste Erkenntnisse aus dem Konsumtagebuch

Es fällt auf, dass ich noch lange nicht so weit bin, dass ich nur notwendige Dinge kaufe. Insbesondere Apple schafft es immer wieder, bei mir Kaufreize zu setzen. Auf der anderen Seite gibt es aber nur ganz wenige Ausgaben, die ich mit einem Monat Abstand bereue.

Wie letztens beschrieben wechseln meine Interessen häufig. In meinem Konsumtagebuch fällt auf, dass mit einem Interessenwechsel häufig auch ein Kaufreflex einhergeht. Da habe ich gleich mehrere Beispiele für: Wenn ich mal wieder zocken möchte, möchte ich mir ein neues Videospiel kaufen. Wenn ich Gitarre spielen möchte, kaufe ich mir einen neuen Videokurs oder neue Saiten oder anderes Zubehör. Möchte ich fotografieren, entsteht der Wunsch nach einem neuen Objektiv. Will ich regelmäßig schreiben, hätte ich gern eine neue Tastatur oder eine neue App.

Die Informationen aus dem Konsumtagebuch sind wertvoll

Es ist für mich unheimlich wertvoll, dass mir diese Muster durch das Konsumtagebuch bewusst geworden sind. Nur dadurch habe ich die Möglichkeit, zu entscheiden, wo ich gegensteuern möchte. Das Konsumtagebuch ist ein wertvoller Begleiter auf meinem Weg des Minimalismus geworden. Es wird interessant sein, zu sehen, ob und wie sich mein Konsumverhalten über einen längeren Zeitraum verändern wird.

Bilanzen 55/365“ by Dennis Skley is licensed under CC BY-ND 2.0.

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